Le Moment de la reflexion

Weiblich sprechen – weiblich schreiben?

Historische, soziolinguistische und pragmatische Perspektiven auf den Sprachgebrauch von Frauen
im Deutschen bis zum 18. Jh.

2.–3. Juli 2026
Dipartimento di Studi linguistici e letterari
Università di Padova

Programm

Donnerstag, 2. Juli

9:45 Anmeldung

10:00 - 10:10 Begrüßung und Einführung in das Tagungsthema

10:10 - 10:30 Würdigung der grundlegenden Arbeit von Frau Prof. Gisela Brandt

10:30 - 11:00 Auftaktvortrag I

Gisela Brandt (Berlin): Frauen im deutschsprachigen Zeitungsdiskurs des Baltikums (1767–1811)

11:00 - 11:30 Auftaktvortrag II

Susanne Haaf-Dumont (Leipzig) / Britt-Marie Schuster (Paderborn): Diachrone Genderlinguistik: Entwurf eines Forschungsprogramms am Beispiel von (Familien)Briefen aus dem 18. Jahrhundert

11:30 - 12:00 Kaffeepause

12:00 - 13:30

Lauri Marjamäki (Helsinki): Historische Alltagssprache in der Korrespondenz von Johanna Theresia und Ferdinand Bonaventura Harrach

Lenka Vodrážková (Prag): „[…] ich embrassire Dich, Deine Gräfin und alle Kinder und der übrigen Compagnie empfehle ich mich und bin und bleibe wie allezeit von Dir, lieber Sohn, treue Mutter […]“. Zu sozial-kontextuellen und sprachlichen Aspekten der Korrespondenz von Mutter an ihren Sohn, am Beispiel der Familienmitglieder des böhmischen Adelsgeschlechts Chotek von Chotkow und Wognin in den 1790er Jahren

Dominika Janus (Gdańsk): Luise Kulmus-Gottsched als Akteurin der deutschen Textsortengeschichte

13:30 - 15:00 Mittagspause

15:00 - 16:00

Lucia Assenzi (Innsbruck): Frauen als sprachliche Innovatorinnen? Morphologischer Wandel im 17. Jahrhundert

Valentina Savietto (Padua): Das Mozartjahr 2026 – eine Feier in den Augen der Mozarts Frauen. Eine Erkundung der Briefe, Reisenotizen und Nachschriften aus der ‚Bibliotheca Mozartiana‘

16:00 - 16:30 Kaffeepause

16:30 - 18:00

Małgorzata Kosacka (Warschau): Eine Oper weiblich schreiben? Figaros oder doch Susannas Hochzeit?

Cristina Dogaru (Bukarest): Vom privaten Brief zur öffentlichen Stimme: Weibliches Schreiben und kommunikative Handlungsmacht in Sophie von La Roches Briefromans ,Geschichte des Fräuleins von Sternheimʽ (1771)

Thérèse Robin (Paris): Die Sprache der Frauen im Nibelungenlied

ab 20:00 gemeinsames Abendessen

Freitag, 3. Juli

9:30 - 10:30

Petra Kourukma (Bonn): Emphase in offiziellen und privaten Schreiben von Klosterfrauen aus Nürnberg in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts

Anja Voeste (Gießen): Maß und Zorn. Sprachliche Inszenierung weiblicher Tugend und Devianz im ‚Gesprech von zwaien Schwestern‘ (1533)

10:30 - 11:30

Ingrid Puchalová (Košice): Erinnerung schreiben. Gattung, Autorschaft und Sinnstiftung bei Helene Kottannerin

Jarochna Dąbrowska-Burkhardt (Zielona Góra): Pragmalinguistische Analyse historischer Kommunikation anhand von weiblichen Stammbucheinträgen aus dem 18. Jahrhundert

11:30 - 12:00 Kaffeepause

12:00 - 13:00

Kerstin Roth (Hamburg): Autorinnen historischer Fremdsprachenlehrwerke als Sprachvermittlerinnen

Sabina Tsapaeva (Dresden): Weibliche Stimmen ohne Stimme? Zur pragmatischen Modellierung weiblicher Kommunikationspraktiken in historischen Fremdsprachenlehrwerken

13:00 - 14:30 Mittagspause

14:30 - 15:30

Renata Kwaśniak (Berlin): Frauen als Rezipientinnen und Autorinnen der (deutschsprachigen) Hebammenbücher

Julia Hübner / Natalia Filatkina (Hamburg): Sprachgebrauch und sprachliche Praktiken von Hebammen. Neue Perspektiven auf eine Sprachgeschichte der Frau

15:30 - 16:30

Ileana-Maria Ratcu (Bukarest): Frauenstimmen in siebenbürgisch-sächsischen Urkunden des 16.–18. Jahrhunderts

Erika Windberger-Heidenkummer / Anna Just (Graz / Warschau): Zwischen normativer Bescheidenheit und praktischer Handlungsmacht: Sprachliches Rollenverhalten als Rolleninszenierung bei einer adeligen Frau um 1600

16:30 - 17:00 Abschlussdiskussion

Call for papers

Auf einen Blick:

Tagungsreihe Bausteine zu einer Geschichte des weiblichen Sprachgebrauchs
Rahmenthema Weiblich sprechen – weiblich schreiben? Historische, soziolinguistische und pragmatische Perspektiven auf den Sprachgebrauch von Frauen im Deutschen bis zum 18. Jahrhundert
Zeitraum 2.–3. Juli 2026
Ort Padua
Format Präsenztagung
Abstracts Einreichung bis 31. Dezember 2025
Benachrichtigung über Annahme 1. Februar 2026
Organisation Federica Masiero, Universität Padua
Veranstalterinnen der Tagungsreihe Federica Masiero, Universität Padua
Anna Just, Universität Warschau

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